Von Cancun bis Buenos Aires

                      Von den Maya zu den Gauchos




Eine Reise durch Mittel- und Südamerika


Kolumbien





02. September  -  04. September 2013      Cartagena


Heute wurde Mittelamerika also per Flieger nach Cartagena in Kolumbien verlassen. Gegen 5 Uhr stand man somit an der Hauptstrasse am Hostel und recht fix hielt ein Taxi an, welches einen zum Tocumen International Airport brachte.

Als der Airport dann in Sichtweite kam, platzte hinten links der Reifen und die Fahrt war erstmal zu Ende. Meinem Taxifahrer passierte das aber wohl nicht das erste mal, denn gekonnt wurde der Reifen in gut 10 Minuten gewechselt und die Reise konnte weiter gehen.




Ausreise ohne jegliche Fragen und auch einen Stempel gabs nicht in den Pass. Den COPA Airlines Flug komplett verschlafen, landete man pünktlich nach einer Stunde in Cartagena. Hier erstmal Geld gezogen ( 1 € = 2550 Kolumbianische Pesos ) und dann per Stadtbus für günstige 1600 Pesos in die 3 km entfernte Altstadt von Cartagena.

Eingecheckt wurde hier im Casa Nativa Hostel, wo man im Zimmer direkt mit Shanan aus Sydney, der Engländerin Jenny sowie Vito aus New York ins Gespräch kam. Schnell wurde man zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen und danach sollte es an den Beach gehen. Genau das hatte man eh vor.

Da die beiden Mädels schon eine Weile vor Ort waren, kannten sie sich schon gut aus und man kehrte im La Mulata Restaurant zum Lunch ein.  

Danach gings per Taxi zum Stadtstrand Playa Bocagrande, welcher nur 5 Minuten aus der Altstadt entfernt liegt. Nicht grad der typisch schöne Karibikstrand, aber auf jedenfall eine nette Abkühlung im sauberen Meer.




Am Spätnachmittag dann zurück zum Hostel, wo man später den Abend gemeinsam in ein paar Bars der Stadt verbrachte.





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Shanan verabschiedete sich heute zu einem 3 tägigen Segeltörn und somit begab man sich am Vormittag mal allein auf Entdeckungsreise durch die schöne Altstadt, bevor es am Nachmittag mit Vito erneut an den Strand gehen sollte.





1533 von Pedro de Heredia gegründet, gilt Cartagena als eine der ersten Spanischen Stadtgründungen im Norden Südamerikas. Sie erfuhr schnelles Wachstum, da Cartagenas Hafen einer der wichtigsten in ganz Südamerika war.

Um die Stadt vor Piratenangriffen zu schützen, wurde ein 11 km langer Schutzwall um die Stadt errichtet und auch die Meereseinfahrt wurde mit zwei Forts gesichert.

Somit zählt Cartagena heutzutage zu einer der schönsten Kolonialstädte des Südamerikanischen Kontinents. Die alte Schutzmauer ist noch gut erhalten und beherbergt heute die Altstadt Cartagenas, mit ihren Stadtteilen El Centro und San Diego.








Der neuere Teil der Stadt Bocagrande liegt auf einer Landzunge am Meer und ist die Heimat großer Hotelbauten und auch des Stadtstrandes.

Die Altstadt für sich ist ganz klar das Highlight der City und der Touristenmagnet von ganz Kolumbien. Dadurch gilt Cartagena auch als bestbewachte und sicherste Stadt des Landes.

Innerhalb der Stadtmauern befinden sich etliche schöne Kolonialbauten, wunderschöne Plazas und auch auf der Stadtmauer kann man einen Rundgang machen.










Man streunte mehrere Stunden durch die herrliche Altstadt und kehrte dann zum Mittagessen ein, bevor es am Nachmittag dann mit Vito abermals an den Bocagrande Beach ging. Der Abend klang bei ein paar Drinks in Hostelnähe aus.






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Für den heutigen Tag buchte man sich für eine Tagestour auf die Islas del Rosario und den Playa Blanca per Boot im Hostel ein. Für 20 € gabs den Trip mit Abholung am Hostel und Mittagslunch war auch noch   inklusive. Was will man mehr.

Somit gings gegen 9 Uhr zum Hafen der Stadt und von dort per Speedboot in gut einer Stunde zuerst auf die Islas del Rosario. Die Inselgruppe besteht aus 28 kleinen Inseln, welche rund 40 km vor der Küste   Cartagenas liegen.






Hier schön im Meer geschwommen und etwas geschnorchelt, dann wurde man rüber zur schönen Playa Blanca gefahren, wo es zuerst den Mittagsluch gab und dann noch rund 2 Stunden am Beach verbracht werden konnten. Wasser hier dann wieder kristallklar und auch der Strand ist einer der schönsten der Region.








Am Spätnachmittag erreichte man dann wieder Cartagena, wo der Abend wiederum in der Altstadt verbracht wurde. Morgen gehts dann weiter die Küste hoch nach Barranquilla.



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05. September  -  06. September 2013          Baranquilla


Per Minibus gings heute die 2 Stunden rüber nach Barranquilla, wo man im netten Stadtteil El Prado im Meeting Point Hostel abstieg. Der Minibus ließ einen leider nicht wie erwartet am Busbahnhof raus, sondern irgendwo an einer Hauptstraße.

Hier standen aber Mopeds rum und für 4.000  Pesos wurde man zum Busterminal gefahren, wo man sich schon mal das Weiterreiseticket nach Venezuela sichern wollte.

Bei Expresos Brasilia mal angefragt, wollten die einem auf biegen und brechen kein Ticket nach Maracaibo verkaufen, wegen fehlender Einladungskarte aus Venezuela. Noch nie gehört sowas. Auch die Erklärung das man mit dem Bundesadler reist und man keine Einladung braucht, interessierte keinen und kein Ticket wurde herausgegeben.

Na ja dann halt nicht. Somit erstmal wiederum per Moped zum Hostel fahren lassen und dort beim netten Herbergsvater mal ein paar Infos erfragt. Auch er hatte noch nie was von einer Einladungskarte gehört und man wurde direkt ins Auto gepackt und zu Expresos Amerlujo in El Prado gefahren.

Hier wurde einem dann ohne jegliche Probleme ein Ticket nach Maracaibo verkauft und auch die Dame am Schalter hatte nur ein Kopfschütteln über für die Einladungskarte...

Im Libanesischen Restaurant an der Ecke wurde sehr lecker gespeist, ehe der Abend mit ein paar Club Colombia Cervezas im Hostel ausklang.



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Heute also Länderspieltag mit der WM Quali für Brasilien 2014 und der Chance für Kolumbien einen wichtigen Schritt dorthin zu machen. Das Spiel selber war laut Verbandshomepage bereits nach 4 Stunden   ausverkauft und somit machte man sich schon gegen 10 Uhr morgens mit ein paar Kolumbianern und einem Chinesen aus dem Hostel auf zum Stadion zur Ticketbeschaffung.



Man selber hatte den Kolumbianischen Verband mal angeschrieben zwecks Ticket, aber natürlich nichts gehört. Während die anderen direkt zum Schwarzmarkt aufbrachen, wählte man selber die Chance am Eingang nach bestelltem Ticket zu fragen.

Hier dann schon gut Chaos, da das Stadion bereits um 11 Uhr seine Pforten öffnete. Nach längerer Warterei und mehreren netten Personen die sich meiner annahmen, wurde mir ein Ticket ausgehändingt und es konnte rein gehn ins Estadio Metropolitano de Barranquilla.



                                                       Kolumbien  -  Ecuador

                                     Estadio Metropolitano de Baranquilla

                                          WM Qualifikation Brasilien 2014




Der Ground liegt ziemlich weit im Süden der Stadt und sieht von außen ganz nett aus mit seinen Betonpfeilern. Eigentlich Heimspielstätte der Atletico Juniors, trägt ebenfalls die Nationalmannschaft alle ihre Spiele hier aus.

Rund 50.000 Zuschauer dürfen bei Internationalen Spielen hinein und diese waren ebenfalls schon früh auf den Beinen und enterten das Stadion schon am Vormittag.

Auch die ganze Stadt präsentierte sich in den Nationalfarben, seien es die Busse, Taxen oder die Gebäude. Überall hingen Kolumbienfahnen aus den Fenstern und jeder lief im Trikot durch die Gegend.






Der Innenbereich des Stadions besteht aus 2 Rängen Sitzschalen rundherum und ist komplett überdacht. Als man gut 2 Stunden vor Kick off seinen Platz eingenommen hatte, zog ein übles Gewitter über das Stadion und es schüttete wie aus Eimern.






In kürzester Zeit sah der Platz aus wie eine Seenplatte und nicht wie ein WM Quali würdiger Rasen. Da der Regen einfach nicht aufhören wollte, wurde der Anpfiff um gut 1 1/2 Stunden von 15.30 Uhr auf 17 Uhr verschoben.

Als es dann etwas aufklarte, lichteten sich auch die Wasserpfützen und es konnte doch noch angepfiffen werden. Lautstarke Stimmung zu Beginn der Partie mit ohrenbetäubendem Lärm der mitgebrachten Tröten.






Als Kolumbien dann 1-0 in Führung ging wurde es abermals sehr laut, wohingegen es die restliche Zeit recht still im Ground war. Pünktlich zu Beginn der zweiten Hälfte fiel dann das halbe Flutlicht aus und sorgte für eine weitere Verzögerung der Partie.

Ecuador verschoss im zweiten Durchgang noch einen Elfmeter und auch Kolumbien traf nur noch die Latte.
Somit reichte der einzige Treffer des Tages zum 1-0 Heimerfolg Kolumbiens, welche mit nunmehr 26 Punkten klar Kurs auf Brasilien nehmen.




Nach Abpfiff dann das befürchtete Chaos rund ums Stadion, wo alle Straßen gesperrt waren und ebenfalls 5 cm unter Wasser standen.

Man versuchte schnellen Schrittes durch die Wassermassen zu kommen, was meinen Flip Flops nicht gefiel und beide Schnüre reißen ließ. Na ja, weg mit den Dingern und barfuß weiter zum nächsten Taxi und ab Richtung El Prado ins Hostel.

Hier angekommen schaute man noch die Highlights der anderen Partien mit dem Herbergsvater und machte sich gegen Mitternacht in die Falle. Morgen dann weiter nach Venezuela.   



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hier geht die Reise weiter nach Venezuela


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10. September  -  12. September 2013       Santa Marta


Für die nächsten zwei Tage war mal wieder eine kleine Ruhepause angedacht und mit dem Drop Bear Hostel fand sich damit genau der richtige Platz. Etwas außerhalb vom Zentrum in einer ruhigen Gegend   gelegen und in meinem 10er Dorm nur 2 Betten belegt.

Riesiges Hostel mit viel Platz und netten Aufenthaltsräumen, sowie einem Pool ließen einen zwei herrlich relaxte Tage verbringen.

Außer das man mal an der Promenade am Meer entlang spazierte und mal am Stadion vorbei schaute, konnte man sich zu nichts motivieren und ließ lieber in der Hängematte am Pool die Seele baumeln...









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Ausgeruht und wieder fit für neue Taten, verließ man Donnerstags morgens das Hostel per Stadtbus in Richtung Santa Marta Airport. Da die Flugpreise nicht viel teurer waren als der Nachtbus nach Bogota,   verzichtete man dankend auf erneute 17 Stunden im Bus und wählte die bequemere Variante per Copa Airlines Flieger in die Hauptstadt.



Bogota


Pünktlich gegen Mittag auf dem El Dorado Airport aufgesetzt, blieb den Tag über noch Zeit mal die Hauptstadt zu erkunden, bevor es nachts weiter nach Bolivien gehen sollte.

Im Domestic Terminal für 8.000 Pesos den Rucksack abgegeben, startete man per Minibus für günstige 1.450 Pesos die 13 km in die Innenstadt. Ab jetzt gehen die Temperaturen so langsam runter, aber mit 16 Grad tagsüber auf 2.640 m Höhe immer noch angenehm.  

Erstes anvisiertes Ziel hier war der Teleferico, eine Seilbahn welche einen den Cerro Monserrat hinauf auf 3.152 m bringt. Von hier oben genießt man einen Panoramablick über Bogota. Heute leider etwas bewölktes und diesiges Wetter, welches die schöne Aussicht ein wenig trübte, aber allemal ein Abstecher wert.





Entspannende Ruhe hier oben, ohne den Stadtlärm von Downtown Bogota. Ein Cappuccino mit Blick über die City wurde genossen, ehe man noch die Monserrat Kirche auf dem Berg besichtigte.






Alles gesehen, gings wieder bergab und zu Fuß durch das schöne Stadtviertel La Candelaria hinüber zur Plaza Bolivar. Zentraler Platz der Altstadt, welcher die Kathedrale, den Justizpalast sowie den Kongress der Republik Kolumbien beherbergt.











Über die Carretera 7, wo man noch ein leckeres Abendmahl einnahm, streunte man noch ein wenig durch die Gegend bevor man erneut per Minibus zurück zum Airport fuhr.

Dank Online Bordkarte wurde man hier schon durch die Migracion Colombia gelassen und staubte somit am Gate eine ruhige Bank zum schlafen ab.  

Gegen 4.15 Uhr hob dann der LAN Airlines Flieger über Lima nach La Paz in Bolivien ab...




hier geht die Reise weiter nach Bolivien


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hier geht die Reise zurück nach Panama