Road to Russia 2018 - Karibik und Guyanas


Suriname







15. Juni 2015              Georgetown  -  Paramaribo



Nach nur 4 Stunden Schlaf ging es also heute weiter ins nächste Land der Reise, nach Suriname. Im Guesthouse wurde bereits am Vorabend der Minibus reserviert, welcher um 4 Uhr vorfuhr. Die Busse sind alle auf die 9 Uhr Fähre abgestimmt und somit muss man halt mitten in der Nacht schon los.

Nach 3 1/2 Stunden Fahrt, welche man mit dem Kopf auf dem Rucksack verschlief, kam man in Moleson Creek an, wo seit dem Jahre 1998 die Canawaima Fähre die beiden Länder über den Corentyne Fluß verbindet.

Die Busfahrt von Georgetown nach Paramaribo schlägt mit 30 $ zu Buche und für die Fähre gabs das Returnticket am Hafen für nochmals 20 $. Nachdem man den Ausreisestempel im Pass hatte, gings mit Sack und Pack zu Fuß auf die Fähre, welche pünktlich um 9 Uhr ablegte.






Die Fahrt dauert dann rund 30 Minuten, bevor man in South Drain in Suriname wieder anlegt, wo man dann durch die Zeitverschiebung eine Stunde verliert. Hier erst wieder durch die Immigration, wo die Touristcard abgestempelt wird und wo dann vor dem Gebäude die Minibusse nach Paramaribo warten.

Wir hatten Glück das nur 5 weitere Personen aus unserem Bus nach Paramaribo wollten und so kamen wir in den Genuß eines bequemen Kombis mit Klima und mehr Sitzkomfort als in den kleinen Bussen.





Auch in Suriname brauchen die Fahrzeuge über ganz passable Straßen gut 3 1/2 Stunden ehe man die Hauptstadt am frühen Nachmittag erreicht. Hier dann alles etwas sauberer und ruhiger als noch zuvor in Georgetown, ließ uns der Fahrer am gebuchten " Twenty4 Guesthouse " für 15 $ die Nacht raus.

Für uns gings nach dem Check in nur noch in eine Bar an der Waterkant, wo erst lecker gespeist wurde und danach noch gemeinsam bei ein paar Bierchen der Tag beendet wurde.


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16. - 17. Juni 2015              Paramaribo


Der heutige Spieltag startete mit Regenschauern, welche sich außer von ein paar kurzen Pausen abgesehen eigentlich durch den ganzen Tag zogen. Trotzdem gings nach dem Frühstück mal zum Stadion um schonmal ein paar Fotos zu schießen und sich die Tickets zu holen.




Danach gings an der Waterkant vorbei mal in den netten "Palmentuin" und von dort weiter zum Präsidentenpalais. Durch eine Siedlung mit schönen kolonialen Holzgebäuden, streunte man nochmals in die Bar vor Vortag. 











Bei ein paar Bieren verging die Zeit wie im Flug und man nutzte eine kleine Regenpause um schonmal in die Nähe zum Stadion zu gelangen. An der Moschee der Stadt vorbei fand man noch eine kleine Bar gegenüber vom Stadion, wo ebenfalls noch eingekehrt wurde.

Irgendwann wurde es dann aber Zeit und es ging rüber ins André Kamperveen Stadion.



                                                           Suriname  -  Nicaragua

                                                      Andre Kamperveen Stadion

                                            World Cup Qualification Russia 2018


Auch heute stand wieder ein Qualifikationsmatch für die WM in Russland an, welches geographisch genau wie das Spiel in Guyana in Südamerika ausgetragen wird. Aus Fußballsicht nehmen aber beide Länder an den Quali Runden des Nord - Mittelamerika & Karibik Verbandes CONCACAF teil.

Das am 29.8.1953 mit dem Länderspiel Suriname - Aruba eingeweihte Stadion, trug damals noch den Namen Suriname Stadion. Dieses änderte sich im Oktober 2000 anlässlich der Feier zum 80 jährigen Bestehen des   Surinaamse Voetbal Bondes, als man feierlich das Stadion nach dem Fußballspieler André Kamperveen benannte.






Auf 2 überdachten Tribünen bietet der Ground Platz für 7.000 Zuschauer und rundherum verläuft eine Radrennbahn aus Asphalt. Zum Anpfiff war das Stadion ganz gut gefüllt, aber nicht ganz ausverkauft.










Die Heimmannschaft aus Suriname hatte heute den Mittelamerikanern aus Nicaragua nichts entgegen zu setzen und man verlor das Match mit 1-3 und schied somit aus der WM  Quali aus.




Für uns gings nach dem Spiel noch was Essen, ehe der Abend bei der Copa America im TV und ein paar Bieren ruhig ausklang. Hier in Paramaribo trennten sich dann auch die Wege von Nils und mir, da er über Cayenne wieder nach Deutschland reiste und es für mich morgen früh wieder per Bus zurück nach Guyana ging.


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Somit stand man mal wieder um 4 Uhr Nachts vor dem Guesthouse, wo einem eine streunende Katze Gesellschaft leistete bis der Bus kurze Zeit später eintraf. Wieder gings den bekannten Weg zurück an die Grenze, wo lediglich der komische Fischgestank aus dem Kofferraum neu war.

Auf Anfrage beim Fahrer sagte dieser das er heute ein paar Fische dabei hätte die er noch ausliefern müsste. Nach ein paar Beschwerden von anderen Mitfahrern, wurde wenigstens mal an der nächsten Tanke ein neuer Duftbaum investiert.


 


Somit schlummerte man mit einer Mischung aus verdorbenem Fisch und Kirschblütenduft irgendwann ein und wurde erst wieder wach als irgendwo in der Pampa Halt gemacht wurde.

Mit müden Augen sah man wie der Fisch nun aus unserem Minibus in den Kofferraum eines anderen verschwand und nachdem auch ein paar Geldscheine den Besitzer wechselten, konnte es weiter die letzten Kilometer zur Fähre gehen. 




Hier alles wie gehabt und nach kurzer Fährüberfahrt und Busreise erreichte ich bereits gegen 13 Uhr wieder Georgetown. Hier wurde dann nochmal für die letzte Nacht in Südamerika bei Rima im Guesthouse eingecheckt, ehe es Morgen wieder in die Karibik geht.


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hier geht es weiter zum Teil VI der Tour, nach Barbados