Auf Che Guevaras Spuren...                                                                
         Groundhopping in Cuba & Hispaniola






Cuba





19. Mai 2017           Frankfurt  -  Havanna


Man wartete lange bis sich mal die Chance ergab Cuba, Haiti und die Dominikanische Republik auf einer Tour mit Fussball zu besuchen. Dieses Jahr war es dann soweit und die gefundenen Spielpläne waren recht Vertrauenswürdig um die Reise zu buchen.  

Kollege Kölner war nach kurzer Überlegungsphase mit an Bord und zu einem späteren Zeitpunkt buchten sich auch Franzi und Peter aus Holzgerlingen in die Karibik ein. Sehr nett.

Gemeinsam ging es somit Freitags Nachmittags von Frankfurt aus mit Condor nach Havanna auf Cuba. Der Flug dauerte rund 11 Stunden und man labte sich am Warsteiner aus dem Bordverkauf…
Die nette Stewardess der Condor erkannte sofort das qualitativ hochwertige Trinkverhalten unsererseits und bot uns an einen Deckel zu machen, welchen wir dann kurz vor Havanna zahlen könnten.
Immer mal wieder was neues, da ich im Flieger auch noch keinen Deckel hatte…

20 kleine Warsteiner und 2 Filme später stand auch schon der Landeanflug nach Havanna an und sicher setzten wir in Cuba auf. Einreise dann mehr als fix und ohne jeglichen Fragen gab’s den Stempel in den Pass.

Kölner und ich hatten uns im Hostal Drobles in der City eingebucht und Franzi und Peter schlugen die Zelte ein paar Straßen weiter auf. Der reservierte Airport Pick up stand auch bereit und nach kurzem Geld ziehen am ATM, gings für uns in die jeweiligen Herbergen.



Uns beide zog es noch in die Stadt und nach einem Spaziergang über die Meerpromenade Malecón und einem Streifzug durch die Altstadt, gings zurück ins Hostal.





Hier gab es aus dem Kühlschrank die ersten vorzüglich schmeckenden Bucaneros, ehe es in die Betten ging.



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20. Mai 2017          Havanna  -  Morón


Am heutigen Samstag stand dann also schon der erste Länderpunkt der Tour an und da sich die Mannschaft aus Havanna nicht für die Finalrunde der Liga qualifizieren konnte, war eine 6 stündige Fahrt nach Moron in der Provinz Ciego de Avila fällig.  

Franzi war so nett und kümmerte sich im Vorfeld der Tour um ein Auto mit Fahrer, welcher uns nach Moron kutschieren sollte. Kontaktaufnahme und Abstimmung der Bedingungen waren nicht ganz einfach, aber zum Schluß wurde man sich einig und der Fahrer wurde für 6 Uhr morgens zu Franzis und Peters Hostal bestellt.

Welch Wunder war um 6 Uhr kein Fahrer da und somit schlenderten Andreas und ich schon mal zu den beiden rüber. Kurz vor unserer Ankunft dort um 7 Uhr war dann aber doch der Fahrer aufgetaucht und wir konnten umgehend auf den Highway Nr. 1 gen Osten starten.



Autobahn absolut Top zu befahren und ein mehr als fähiger Fahrer machten die Reise angenehm. Wir legten einen Frühstücks Stopp und eine weitere Pause zum Toilettengang ein, ehe wir nach 6 Stunden das kleine Städtchen Moron erreichten.

Hier wurde erstmal am Stadion das Spiel bei einer netten Dame bestätigt, welche uns ebenfalls noch ein Restaurant in Stadionnähe empfahl. Dort angekommen hatte das Mädel nicht zuviel versprochen und wir bekamen ein traumhaftes Buffet aufgetischt mit allem was das Herz begehrte.

Hier dann herzhaft geschlemmt bis die Bäuche voll waren, fuhr uns unser Driver zum Stadion zurück, wo pünktlich um 16 Uhr Anpfiff war.



                                                   Ciego de Avila - Santiago de Cuba

                                             Estadio Sergio Alonso Grandal



Freier Eintritt, 33 Grad und 250 Zuschauer waren mit uns zugegen im recht beschaulichen Ground. Dieser ist nur auf einer Seite ausgebaut und beherbergt auf der Gegenseite lediglich die kultige Anzeigetafel und ein paar Betonstufen unter Bäumen.  




Hier im Schatten durften auch wir uns niederlassen, wo hingegen die Einheimischen in die Sonne der Hauptseite verbannt wurden. Zu verdanken hatten wir das einem Opa der seit den 30‘iger Jahren hier beim Verein arbeitet und mit welchem man im Vorfeld ins Gespräch kam.






Spielerisch wars ein ziemliches Gebolze von beiden Teams, auf einem recht ramponiertem Rasen. Einige male wurde es zwar ziemlich knapp vor dem Tor aber ein Treffer fiel in 90 Minuten nicht.







Unser Fahrer war zwischenzeitlich Tanken und hatte sogar noch ein paar Getränke für uns mitgebracht.

Alle wieder an Bord, schafften wir den Rückweg in gut 5 Stunden und gegen 23 Uhr waren wir wieder in Havanna am Hostal.

Kölner und ich streunten nochmals in die City um eine Internetkarte zu kaufen und ein paar Bucaneros wurden auch noch konsumiert. Gegen 1.30 Uhr war dann aber die Bettschwere erreicht und wir beendeten den erfolgreichen Tag.



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21. Mai 2017              Havanna


Heute wurde endlich mal ausgeschlafen, da ein weiterer ereignisreicher Tag vor uns lag. Havanna sollte heute mit Powersightseeing erkundet werden und da Kölner vor rund 10 Monaten bereits hier war, machte er den Reiseführer für den Tag.  

Wir starteten an der Malecón entlang in Richtung Hotel Nacional, wo es erstmal ein kleines Frühstück gab. Weiter ging es vorbei am Havanna Libre Hotel, welches 1958 als Havanna Hilton eröffnet wurde und 1960 durch die Regierung unter Fidel Castro verstaatlicht und kurz nach der Revolution als Hauptquartier genutzt wurde.












Über die Avenida de los Presidentes ging es in Richtung Zentrum zurück mit einem Stopp am Plaza de la Revolución. Seinerseits mit 72.000 Quadratmetern der größte innerstädtische Platz Kubas.

Überragt wird der Platz vom 109 m hohen José Martí Denkmal, welches das höchste Gebäude der Stadt ist. Direkt gegenüber des Denkmals befindet sich das Innenministerium mit einem großen Bildnis von Che Guevara und nebenan steht das Informationsministerium mit Camilo Cienfuegos auf der Vorderseite.








Gut 4,5 km waren es von hier bis ins Zentrum, wo wir am kleinen Fährhafen zum Mittagessen einkehrten. 2 leckere Pizzen und 6 Cristal Cervezas fanden den Weg in den Magen, ehe es per Fähre hinüber zum Anleger Casablanca ging.









Über einen kleinen Aufstieg erreicht man die Christusstatue, welche mit ihren 20 m Höhe und dem aus Italien importiertem Carrara Marmor auf die Stadt blickt. Schlendert man weiter in Richtung El Morro Felsen, gelangt man zur Festung Castillo de los Tres Reyes del Morro.














Die Festung dient heute als Museum, welches wir uns schenkten und dafür den tollen Blick auf Havanna genossen. Auch hier alles gesehen, gönnten wir uns ein Taxi und ließen uns zum El Capitolio ins Zentrum fahren.

1912 als Regierungssitz geplant wurde das Kapitol 1929 eröffnet, jedoch erst 2 Jahre später vom Parlament bezogen.

Vom Baustil her ist das Gebäude genau so wie das Kapitol in Washington dem Petersdom in Rom nachempfunden. Zur Zeit wird das Gebäude renoviert und soll ab 2018 dem kubanischen Parlament wieder als Sitz dienen.





Zum Abschluß des Tages machten wir noch einen Rundgang durch die wunderschöne Altstadt von Havanna, ehe wir nach rund 20 gelaufenen km wieder unser Hostal erreichten.









Hier wurde erstmal der Flüssigkeitsverlust in Form von ein paar Bucaneros wieder aufgefüllt und nach einem Abendessen in der City fielen wir hundemüde ins Bett.


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22. Mai 2017               Havanna  -  Fort Lauderdale


Heute dann schon wieder Abreise aus Havanna und gegen 9 Uhr kam unser bestelltes Taxi zum Airport. Mit einem schönen alten amerikanischen Oldtimer verließen wir somit die größte Metropole der Karibik und flogen mit Spirit Airlines für schlanke 63 Dollar zum Stopover nach Fort Lauderdale.  

Gerade mal 45 Minuten war man in der Luft, ehe es hieß „Welcome to the United States“. Einreise ging ganz fix und per Taxi gings ins gebuchte Quality Inn in Airportnähe.

Der Tag wurde ganz relaxt am Pool verbracht und die Akkus wurden wieder aufgeladen.
Ein Abendessen und noch 2-3 kleine Kaltgetränke später war auch schon Schlafenszeit, ehe unsere Reise morgen früh weiter nach Haiti geht…



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hier geht die Reise weiter nach Haiti