Hopping in der Westslowakei

 






20. August 2016             Köln  -  Wien  -  Malacky  -  Hodonin  -  Senica


Nachdem wir uns bei Eurowings mal wieder einen Schnäppchenflug nach Wien ergattern konnten, gab es keine lange Überlegung dieses Wochenende in der Slowakei zu verbringen. Spiele und Ansetzungen passten prima für uns und deshalb hiess es früh raus aus den Federn, um den 5:22 Uhr Zug zum Airport Köln/Bonn zu bekommen.

Hier hob dann auch pünktlichst der Airbus A 319 ab und nach kurzem Nickerchen hatte man auch schon Schwechat erreicht. Schnell noch den Leihwagen bei Hertz abgeholt und schon konnte es los gehen, in der Hoffnung das um 10:00 Uhr auch die A-Jugend im Stadion spielen würde wie angekündigt.

An der Grenze nochmal kurz angehalten um die E- Vignette zu besorgen, bekam man die freudige Nachricht, dass die Vignette von unserem Vormieter noch 5 Tage gültig sei. Das freute einen doch sehr und somit waren 10 Euro gespart die man sinnvoller ausgeben konnte.

Schnell waren die 100 km über die Autobahn gefahren und wir erreichten um 9:50 Uhr das kleine 20.000 Einwohner Städtchen Malacky, welches im äußersten Westen der Slowakei liegt. Netter kleiner Ort und der Ground lieg inmitten des Zámocký Parks. Vorbei läuft man am gepflegten Rasen Nebenplatz und als dort nichts los war, hatte man schon ein strahlen im Gesicht, dass hiess für uns das die Jungs im Stadion aufliefen.

 


                                    ŠK Žolík Malacky  -  ŠK 1923 Gabčíkovo

                                                      Futbalový štadión FC Malacky


Als man sich dem Stadion näherte sah man auch schon die tolle Tribüne die mit einigen Zuschauern gefüllt war, herrlich was will man mehr morgens um 10:00 Uhr. Toller Ground mit schöner alter Tribüne wie wir es lieben, 2.500 Zuschauer finden hier Platz im Ground des FC Malacky, der in der 3. Liga Bratislava (BFZ) spielt.

 












Auf der Gegengerade gibt es 6 Reihen alte Steinstufen, die schon sehr in die Jahre gekommen und aus den Fugen geraten sind. Liebevoll ist der Ground überall in blau-gelben Vereinsfarben gestaltet. Genau so mögen wir die Grounds die man leider bei uns noch viel zu wenig findet...

Einzigster Nachteil bei dem A-Jugend Kick war, dass es keinerlei Verpflegung gab, aber in der Halbzeit konnte da der kleine Supermarkt schräg gegenüber weiter helfen. Also in der Halbzeit schnell ans Auto, kurze Buxe an, da mittlerweile auch die Sonne raus kam. Das Frühstück besorgten wir uns bei der Oma in Form von Pivo, Cola, Berliner und Schoko Croissant.








Die Jungs von Malacky boten ein tolles, kämpferisches Spiel und das wurde auch belohnt mit einem 2:1 Heimsieg.

Nach Spielende machten wir uns auf den kurzen Weg auf nach Hodonin, ins frühere deutsche Gröding, welches gerade mal 62 km entfernt war und 3 km hinter der tschechischen Grenze liegt.



Hodonin


Da bis zu unserem geplanten zweiten Spiel des Tages um 16:30 Uhr noch so viel Zeit war, wurde durch das schöne südmährische Städtchen gebummelt und für sehr gut befunden.

Auf einen Tipp hin hatten wir uns ein tolles Restaurant ausgesucht, welches von aussen einen ganz unscheinbaren und geschlossenen Eindruck machte. Doch die Türe ging auf und man wurde in den Garten gebeten, super... hätte man von aussen nicht gedacht und man nahm Platz im gemütlichen Ambiente am Fischteich, wo die Koi Karpfen und Goldfische ihre Runden drehten.

Bei vorzüglichem Essen labte man sich die Speisekarte rauf und runter und da ich ab jetzt der Fahrer für den Rest des Tages war, konnte Marc etliche Brausen in Form von Pilsener Urquell geniessen. Hier wurde ausgiebig die Zeit genossen bis wir uns zum Stadion aufmachten...








                                         FK Hodonín - Žďár nad Sázavou

                                           Stadion u Červených domků



Bei mittlerweile strahlend blauem Himmel war man schnell am Ground, wo 40 Kronen für das Ticket einschl. Parken auf dem Stadiongelände zu zahlen waren und wie so oft, Damen freien Eintritt.

Ein toller 5.000 Zuschauer fassender Ground wurde uns hier präsentiert, wo viertliga Fussball geboten wurde und die riesige Haupttribüne macht das Highlight in diesem Stadion aus.










Am heutigen Tag meinte der Hoppergott es mal wieder sehr gut mit uns, zweiter toller Ground heute, super Tribüne, netter Biergarten mit Blick aufs Spielgeschehen und eiskalten Brausen...

Ein kurzweiliges Spiel wurde uns geboten und Hodonin behielt die drei Punke daheim, nach einem 2:1 Heimsieg.






Da noch ein drittes Spiel heute Abend auf dem Plan stand, musste es nach Spielende zügig weiter gehen zurück in die Slowakei, ins 30 km entfernte Senica. Jedoch bei den gut ausgebauten Landstrassen kein Problem und nach 30 Minuten fuhr man gemütlich an der OMS Arena vor.



Senica


Vor 2 Jahren wurde das "Futbalový štadión Senica" weiter modernisiert und drei Seiten wurden komplett überdacht, seitdem trägt das Stadion den Sponsorennamen des Leuchtenhersteller OMS Lighting.



                                         F.K. Senica - Ž.P. Šport Podbrezová

                                             OMS Arena







Pünktlich zum Anpfiff um 19:00 Uhr in der Fortuna Liga nahmen wir unsere Plätze auf der Haupttribünenseite ein, nachdem man sich mit Pivo, Cola und Klobasa ausgestattet hatte.

Ein sehr schöner Ground, der 5.070 Zuschauer fasst und komplett in blau daher kommt, einschl. der tollen Dachkonstruktion, die in der Slowakei in einigen Stadien baugleich zu sehen sind.








Bereits in der 7. Minute ging Podbrezova mit 0:1 in Führung und die 19 mitgereisten Fans welche die Anreise von 250 km gemacht hatten, feierten ihre Mannschaft ausgiebig.

Besonders fiel uns eine Oma auf, die mit Sicherheit die 70 Lenze überschritten hatte. Ausgestattet mit Podbrezova Trikot, Vereinsschal und Holzrassel. Sie supportete 90 Minuten lang mit den Jungs aus der ersten Reihe, herrlich...

Von den wenigen Senica Fans war kaum etwas zu sehen und zu hören, ganze 18 Leute hinter dem Tor die sich ab und zu mal bemerkbar machten. Nicht so toll für Erstliga Fans...







Viel aufregendes passierte nicht in den 90 Spielminuten und somit blieb es auch bei dem 0:1 und Podbrezova nahm die 3 Punkte mit heim.

Für uns ging es nach Spielende ins nahegelegene "Hotel Arli" in Senica. Kurz eingecheckt und dann machten wir uns auf die Suche noch eine Kneipe zu finden die offen hatte. Aber Fehlanzeige, fast alles schon geschlossen in dem Geisterstädtchen am Abend.

Nur ein Cafe neben unserem Hotel hatte noch offen und man nahm noch ein paar Cappuccino und dann ab in die Federn, nach einem genialen Hoppertag mit drei tollen Stadien.


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21. August 2016               Senica  -  Myjava  -  Skalica  -  Wien


Am heutigen Sonntag war an ausschlafen nicht zu denken, nicht nur weil unser 1. Kick bereits um 10:00 Uhr angesetzt war, sondern auch weil die Frühstückszeiten im Hotel Arli von 06:00 bis 08:00 Uhr waren. Diese Zeiten hatten wir bislang auch noch nie in einem Hotel erlebt.

Also saß man schon um kurz nach 07:00 Uhr im Cafe nebenan wo das Frühstücksbuffet aufgebaut war. Heute war es nichts mit Sonnenschein und es war eh Regen angesagt für den Sonntag, daher hoffte man das die A-Jugend von Myjava auch im Stadion spielen würde.

Von Senica nach Myjava sind es gerade mal 22 km, also konnte man den Sonntag ganz in Ruhe angehen.



                              T.J. Spartak Myjava  -  FC ViOn Zlaté Moravce

                                                       Futbalový štadión Myjava



Ziemlich früh war man hier vor Ort um die Info zu bekommen ob im Stadion gespielt würde und siehe da, der Trainer stand schon auf dem Rasen und gab uns grünes Licht, dass die A-Jugend um 10:00 Uhr im Hauptground spielen würde. Na das freute einen doch sehr und somit begann auch der Sonntag sehr gut.





Auch hier in Myjava beim Zweitligisten die bekannte Bauweise der Tribünen, nur in einer anderen Farbe. Das Stadion hat eine Kapazität von 2.700 Zuschauer da es nur auf 3 Seiten ausgebaut ist, aber sehr schön in Vereinsfarben und mit Schriftzug auf der Hintertortribüne.











Pünklich zum Anpfiff öffnete der Himmel seine Schleusen und es schüttete wie aus Kübeln, aber immerhin kamen 70 Zuschauer am frühen Morgen um das A-Jugend Spiel zu sehen.







Nach Spielende verliessen wir Myjava nach Nové Mesto nad Váhom, in der Hoffnung das uns das Glück weiter treu blieb und die B-Jugend ebenfalls im Stadion spielen würde.

Doch leider hielt der Starkregen auch noch am Mittag an und so sah man das die Mannschaften sich zielstrebig auf den Kunstrasen Nebenplatz begaben. Tja also Kehrtwende und sofort Abfahrt weiter zum letzten Spiel unserer Tour nach Skalica.



Skalica


Hier angekommen hatten wir auch noch reichlich Zeit bis zu unserem 16:30 Uhr Kick und deshalb machten wir uns auf ins kleine 15.000 Einwohner Städtchen. Der von Touristen beliebte Ort wird noch von Teilen der alten Stadtmauer umgeben und hat einen netten Marktplatz. Ebenso kommt hier der Blaufränkische Wein her der bei den Slowaken sehr beliebt ist.

Für uns ging es in dem Städtchen noch zum ausgiebigen Mittagessen und dann ab zum Stadion.





                                      

 

                                              M.F.K Skalica  -  M.Š.K. Žilina B

                                               Mestský štadión Skalica


Vor Spielbeginn blieb auch hier noch viel Zeit die wir nebenan beim Hockeyclub verbrachten auf ein paar Pivos. Diesem Sport wurde etwas zugeschaut und festgestellt, dass es kein weiterer Besuch bei irgendeinem Hockey Spiel für uns geben wird.

Also schlenderte man rüber ins Stadion und betrachtete schon mal die neue Tribüne auf der Gegengerade die heute offiziell eingeweiht wurde beim Zweitligisten.








Und man wunderte sich schon wieder, auch hier wurde die gleiche Dachkonstruktion auf die neue Tribüne gezimmert, dieses mal in grüner Farbe... scheint im Angebot zu sein in der Slowakei.

Sehr schön sieht die Haupttribünenseite aus mit den drei freistehenden Tribünen und auch hier alles in grün-weißen Vereinsfarben.





Kurzweilig war das Spiel und Zilina war die bessere, kämpferisch starke Mannschaft und führte völlig verdient zur Halbzeit 0:1. Wie ausgewechselt kam dann Skalica aus der Halbzeit zurück und schaffte in der zweiten Häfte noch den Ausgleich zum 1-1 Endstand.










Nach Abpfiff gings für uns fix über Bratislava zurück an den Airport nach Wien, welchen wir gut eine Stunde vor Abflug erreichten. Als wir dann später im Flieger saßen, kam vom Pilot die Nachricht das wegen eines heranziehenden Unwetters man noch 40 Minuten im Flieger warten müste ehe es los geht...

Na ja auch das hinter uns gebracht, flog uns der Airbus gut nach Hause und gegen Mitternacht war man dann wieder im heimischen Bett.