Un petit Tour de France...                                                                     

                                                                           





    

24. Januar 2014                Paris - Troyes

  

Für dieses Wochenende entschied man sich mal mit dem Thalys nach Frankreich zu reisen und dort eine kleine Hoppertour zu starten. Somit nahm man das Angebot der Französischen Bahn an und buchte sich für 29 € pro Strecke von Köln nach Paris ein. Pünktlich um 8.44 Uhr rollte der Thalys von Gleis 8 los in Richtung Gare du Nord nach Paris.

    

Nach schnellen 3 Stunden und 15 Minuten war man dann auch schon in Frankreichs Hauptstadt und nahm direkt am Bahnhof den Leihwagen für die Tour entgegen.

       

Troyes

   

Für den heutigen Freitag wählte man die Zweitliga Partie im 170 km entfernten Troyes, welches man nach 2 1/2 Stunden über Landstraßen erreichte, um der Maut zu entgehen.

 

Da noch genug Zeit bis zum Kick Off um 20 Uhr war, fuhr man erstmal in die City der 68.000 Einwohner zählenden Stadt. Einen Parkplatz staubte man an der schönen " Cathédrale Saint Pierre et Saint Paul " ab und machte sich von dort aus durch die Altstadt ins Zentrum.

 

Troyes, welches direkt an der Seine liegt, kann mit seinen alten Fachwerkhäusern und netten Gebäuden sofort gefallen. Der Innenstadtkern ist gut zu Fuß zu erlaufen und bietet doch den einen oder anderen Hingucker.

            

In einem Cafe ließ man sich auf ein Cappuccino nieder und verfolgte das Treiben in den Altstadtgassen. Als gegen 18 Uhr die letzten Sonnenstrahlen hinter den Häusern verschwanden, war es dann auch Zeit in Richtung Stadion aufzubrechen.

                                                                                  E.S. Troyes A.C. -  Nimes Olympique                                                                                                        Stade de l` Aube    

Lediglich 5 Minuten benötigt man aus der Innenstadt um ans 21.877 Zuschauer fassende Stade de l` Aube zu gelangen. Hier trägt der Verein bereits seit 1924 seine Heimspiele aus.

         

In den Jahren 1999 und 2004 wurde der Ground mit neuen Tribünen versehen und bietet seitdem 2 Ränge rundherum auf 4 überdachten Seiten. Den Oberrang der Gegengeraden ziert der TROYES Schriftzug und hier sind die Ecken des Stadions offen.

 

Gegründet wurde der Verein im Jahre 1900 unter dem Namen Union Sportive Troyenne und zählt somit zu den älteren Französischen Vereinen.

 

Große Erfolge konnte der Club bislang nicht verbuchen und auch die Französische Meisterschaft konnte noch nie in die Champagne geholt werden.

           

Zum heutigen Heimspiel gegen den Club aus Nimes kamen 6.903 Zuschauer ins Stade de l` Aube, welche zum Mannschaftseinlauf eine kleine Choreo der Heimfans geboten bekamen.

 

Auch auf der anderen Seite rotteten sich ein paar sangeswillige von Troyes zusammen, wohingegen sich im Gästesektor nur 7 Leute mit einer Zaunfahne aus dem 622 km entfernten Nimes einfanden.

          

Bereits in der 8. Minute schlug es zum 1-0 für die Hausherren ein, welche die gesamte erste Hälfte dominierten und die Führung mit in die Pause nahmen.

        

Auch in der zweiten Hälfte haushohe Überlegenheit der Gastgeber, was sich in der 65. Minute mit dem 2-0 auszahlte. Die Gäste kamen lediglich in der 85. Minute noch zum Anschlußtreffer, aber die Punkte blieben in Troyes. Verdienter Sieg von Troyes gegen harmlose Gäste aus Nimes.

 

Recht durchgefroren gings nach dem Spiel schnell zurück ins Auto und noch die 50 km ins gebuchte F 1 Hotel nach Sens. Dort im Automaten noch paar Brausen gezogen und später vorm TV in die Nacht geschlummert.

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25. Januar 2014                Troyes – Tours

   

Nachdem man bis 8 Uhr geschlafen hatte, gabs erstmal ein Frühstück im Hotel. Gegen 9 Uhr dann wieder los auf Frankreichs Landstraßen. Heute in etwas mehr als 3 Stunden zum Nachmittagskick der zweiten Liga nach Tours.

                                                                  Tours F.C. – La Berrichonne de Châteauroux                                                                                                        Stade de la Vallée du Cher      

Hier steuerte man direkt den Ground an, welcher 1978 mit dem Zweitligaspiel Tours F.C. – S.C. Amiens eröffnet wurde.

         

Heute hat das Stadion jeweils eine überdachte Haupttribüne und Hintertorseite zu bieten, sowie eine Gegengerade und eine Kurve unter freiem Himmel. 15.827 Zuschauer finden hier Platz und gespielt wird auf Naturrasen.

               

Die meißten der 6.718 Zuschauer begaben sich auf die überdachten Seiten und nur wenige ließen sich unter freiem Himmel nieder. Der Gästesektor füllte sich mit rund 50 Fans, welche ein paar kleine Schwenkfahnen mit im Gepäck hatten.

 

Auf Heimseite sammelten sich 40 Ultras im unteren Bereich der Hintertorseite und hielten zum Einlauf der Teams ein ULTRAS Banner hoch und ließen etwas Konfetti regnen.

 

Bereits in der 8. Minute brachten die Gäste einen Konter im Gehäuse unter und gingen mit 0-1 in Führung. Tours erzielte in der 32. Minute dann aber den Ausgleichstreffer und kurz vor der Pause sogar noch die 2-1 Halbzeitführung.

           

Auch im zweiten Durchgang ließ Tours nichts mehr anbrennen und erhöhte nach 68. Minuten auf 3-1. Am Ende gabs ein Schützenfest und die Gäste wurden mit 5-2 nach Hause geschickt. Die Hausherren halten mit den Heimsieg weiterhin Anschluß an die Spitzengruppe der Ligue 2.

 

Nach Spielende gings dann weiter zum Abendspiel nach Nantes.

     

Nantes

                                                                                       F.C. Nantes - Stade de Reims                                                                               Stade de La Beaujoire Louis Fonteneau    

Über gut ausgebaute Landstraßen wurde Nantes gegen 18.30 Uhr erreicht. Hier kurz im F 1 Hotel eingecheckt und direkt weiter zum Stade Louis Fonteneau.

 

1984 rollte hier zum ersten mal der Ball beim Freundschaftsspiel F.C. Nantes - Rumänien. Im selben Jahr fand hier auch die Europameisterschaft statt, wo das Stadion noch 52.923 Zuschauern Platz bot.

 

Nach dem Umbau und Renovierung für die WM 1998 faßt der Ground heutzutage noch 38.258 Zuschauer.

       

Schöne geschwungene Tribünendächer rundherum, wobei die Längsseiten jeweils noch einen Oberrang besitzen.

Wie erwartet gabs heute sehr gute Stimmung der Brigade Loire Nantes vom Hintertorbereich. Fast die gesamte Kurve war voll und über Schalparaden, laute Gesänge und Rücken zum Spielfeld Gehüpfe wurde alles geboten.

 

Auch gut 100 Awaysups waren unter den 19.804 Zuschauern am heutigen Abend, von welchen aber nicht viel zu hören war.

                  

Spielerisch wurde in der ersten Hälfte Magerkost geboten und torlos gings in die Kabinen. Zweiter Durchgang dann besser und spannender mit klarer Überlegenheit der Gastgeber. Tore wollten aber auf biegen und brechen keine fallen und somit musste sich Nantes mit dem einem Punkt zufrieden geben.

 

Nach kleinem Abfahrtsstau war man fix auf der Schnellstraße und 5 Minuten später auch schon wieder am Hotel. Morgen gehts dann weiter nach Le Mans.

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26. Januar 2014                Le Mans

   

Der Sonntag wartete mit einem Spiel des Coupe de France Féminine in Le Mans auf, was fahrtechnich gut in die Tour passte. Gespielt wurde zudem in der großen MMArena, welche einem noch fehlte. Von Nantes aus erreichte man nach etwas mehr als 2 Stunden Le Mans.

 

Kurz schonmal im F 1 das Zimmer klar gemacht und von dort aus mal zur Rennstrecke von Le Mans. Diese liegt direkt neben dem Stadion und ist ja bekanntlich Austragungsort der 24 Stunden von Le Mans.

                                                                                                   Le Mans F.C. - E.A. Guingamp                                                                                                                                        MMArena                                                                                          Coupe de France Féminine          

Von hier aus dann auf einem der massig vorhandenen Parkplätze der Arena das Auto abgestellt und rein ins Stadion.

       

Bei Eintrittspreisen von 5 € für Männer und 3 € für Damen kamen rund 400 Fans zum Pokalspiel. Geöffnet wurde lediglich der Unterrang der Haupttribüne des 25.000 Zuschauer fassenden Grounds.

 

Eröffnet am 29.01.2011 hat die neue Arena 104 Millionen € Baukosten verschlungen und ersetzt das alte Stade Léon Bollée als Heimspielstätte. Mittlerweile finden hier nur noch die Damenspiele des Clubs und vereinzelte Länderspiele des Französischen Verbandes statt, seit die Herrenmannschaft in die 6. Liga versetzt wurde.

 

Die 3 Ränge rundherum kommen mit Sitzschalen in Vereinsfarben daher, wobei der kleine Mittelrang mit seinen 2 Sitzreihen den VIP`s mit Logen vorbehalten ist. Der südliche Teil des Daches ist transparent gehalten um dem Rasen im Stadion mehr Tageslicht zu gönnen.

            

Das Spiel, welches unter Dauerregen stattfand, entpuppte sich als ziemlich zähes Gekicke in der ersten Hälfte. Zwar gab es viele Chancen auf beiden Seiten, aber dennoch gings mit 0-0 in die Pause.

 

Selbst bis zur 90. Minute wollte kein Treffer fallen und auch die Verlängerung ging torlos zu Ende. Im folgenden Elfmeterschießen behielt Le Mans die Oberhand und gewann die Partie mit 3-2.

           

Nach dem Schlußpfiff schnellen Schrittes zum Auto und ab in die City, wo es gemütlich zum Essen ging.

Aufgrund des anhaltenden Regens danach sofort ins warme Hotelzimmer, wo der Abend vorm TV beendet wurde.

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27. Januar 2014              Le Mans

  

Bevor es heute am Abend zum letzten Kick nach Angers ging, blieb bei herrlichem Sonnenschein noch Zeit die schöne Altstadt von Le Mans zu besichtigen.

 

Diese liegt etwas erhöht am Fluß Sarthe und ist umgeben von einer gallo-römischen Stadtmauer, welche Ende des 3. Jahrhunderts erbaut wurde.

 

Die Stadtmauer sowie die Altstadt mit ihrer wunderschönen gotischen Cathédrale Saint Julien sind in einem bemerkenswert guten Zustand, da die Stadt im zweiten Weltkrieg weitestgehend unzerstört blieb.

           

Schlendert man hier durch die Gassen über Kopfsteinpflaster und vorbei an alten Holzeingangsportalen fühlt man sich wie ins Mittelalter zurück versetzt.

 

Nimmt man die Stufen hinab aus der Altstadt gelangt man ins moderne Zentrum von Le Mans mit seinem Place de la République und einigen Einkaufsstraßen. Hier findet man auch ein Denkmal für die 24 Stunden von Le Mans und deren Gewinner, welche auf Messingplatten am Boden verewigt sind.

                     

Über ein Mittagessen gings hinaus auf die andere Flußseite, um mal am alten Stade Léon Bollée vorbei zu schauen.

Der Ground welcher 1906 eröffnet wurde diente dem Club aus Le Mans über 100 Jahre als Heimspielstätte, bevor man in die gestern besuchte MMArena umzog.

 

Leider findet der Ground mit der schönen Haupttribüne heute keine Verwendung mehr und rottet ungenutzt vor sich hin. Die Hintertorseiten sind bereits abgerissen und der Wildwuchs nimmt hier seinen Lauf. Auf dem Platz türmen sich Erdhaufen auf und auch sonst nagt der Zahn der Zeit an der Anlage. Schade drum.

         

Auch hier alles gesehen gings noch für ein paar Stündchen zurück ins Hotel und später weiter nach Angers.

     

Angers

   

Von Le Mans aus mal wieder über Landstraßen in 1 1/2 Stunden nach Angers und hier direkt das Stade Jean Bouin angesteuert. Auto in der Siedlung abgestellt und rein ins 18.000 Zuschauer fassende Stadion.

                                                                                          S.C.O. Angers - Dijon F.C.O.                                                                                                                               Stade Jean Bouin    

Bereits 1912 öffnete der Ground seine Pforten, damals noch unter dem Namen Stade Bessonneau. Erst nach einer Renovierung im Jahre 1925 erhielt das Stadion seinen heutigen Namen.

 

3 überdachte Seiten sind vorhanden und lediglich die weitere Hintertorseite ist unüberdacht. Diese blieb mit ihren Betonstufen am heutigen Tage auch gänzlich leer.

      

Angers trat das Spiel als Tabellenzweiter an und wollte mit einem Heimsieg weiter Anschluß an Tabellenführer Metz halten. Dementsprechend war auch der Zuschauerzuspruch mit 6.768 Fans recht ordentlich. Ganze 5 Gästefans hatten sich am heutigen Montagabend nach Angers aufgemacht und hatten massig Platz im Gästebereich.

 

Gut 100 Sups der Heimmannschaft sammelten sich im unteren Bereich hinterm Tor und supporteten durchgängig aber nicht übermäßig laut.

 

Erste Hälfte war dann hart umkämpft aber Tore wollten keine fallen. Auch in der zweiten Hälfte hielt Dijon mit allen Mittel gegen übermächtige Gastgeber. Somit musste sich Angers nach 90. Minuten mit einem torlosen Unentschieden zufrieden geben.

 

Da Lens im anderen Montagabendspiel mit 2-1 in Auxerre gewann, rutschte man auf Rang 3 der Tabelle ab.

       

Somit auch das letzte Spiel der Tour beendet und für mich gings zurück ins F 1 Hotel nach Le Mans. Hier noch die Nacht verbracht und nach dem Frühstück am nächsten Morgen zurück an den Gare du Nord nach Paris.

 

Hier dann pünktlich um 12.01 Uhr mit dem Thalys back to Cologne und es hieß Adieu France.

        

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