Der schwarze Kontinent -                                  
                Afrika entlang des Äquators





Kongo






04. September 2017           Livingston  -  Johannesburg  -  Brazzaville


Herrlich geruht in meinem kleinen Chalet, konnte der Vormittag noch ganz gemütlich am Pool in der warmen Sonne Sambias verbracht werden, ehe mich Andrew zurück an den kleinen Airport hier in Livingston brachte.

Die günstigste und zeitlich passendste Verbindung in den Kongo bot South African Airlines und somit startete ich um 13 Uhr erstmal nach Johannesburg in Südafrika. Nach 2 Stunden Aufenthalt dann on time weiter in die Hauptstadt des Kongo nach Brazzaville.

Für die Einreise in den Kongo war im Vorfeld ein Visum in der Botschaft in Berlin zu beantragen, was mit teuren 110 € zu Buche schlug, aber lediglich nur 4 Werktage an Bearbeitung in Anspruch nahm.

Franzi und Peter waren ebenfalls aus Lusaka auf dem Weg in den Kongo, kamen aber schon gegen Vormittag hier an. Ich folgte dann am Abend gegen 23 Uhr und wir nächtigten im selben Hotel "Residence de Moungali" für bezahlbare 96 € für 2 Nächte.

Auf der Matratze aus gefühltem Granitstein, wälzte man sich in den Schlaf und beendet so den Anreisetag in den Kongo.


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5. September 2017            Brazzaville  -  Kintele


Guten Morgen Brazzaville und schon wieder Matchday in der WM Qualifikation für Russia 2018. Aber erstmal gab’s wieder eine weitere Episode meiner Lieblingsserie „ Afrikanische Logik ". Diesmal in der Hauptrolle Franzi und der Hotelmanager…

Wir bestellten alle ein Frühstück, welches Peter und ich auch bekamen. Bei Franzi hieß es dann, es wäre nur ein Frühstück inklusive im gebuchten Doppelzimmer mit 2 Personen und das zweite müsste bezahlt werden…

Auf sowas Gehirnverbranntes muss man erstmal kommen… Nachdem wir dann aber energisch mit 3 Leuten auf ihn einredeten und nach einem Grund fragten für diese abstruse Regelung, gab’s vom Manager wieder mein ebenfalls geliebtes Achselzucken, dumm in die Gegend gucken und die Fragezeichen blubberten nur so aus seinem Kopf.

Na ja er hat’s dann eingesehen und wenige Minuten später war auch Franzi mit einem Omelette und Getränken ausgestattet. Junge, Junge was läuft nur falsch bei denen…

Nach dieser Komödienveranstaltung, begleiteten mich Franzi und Peter ein Stück in die City da die beiden auch noch zur Bank wollten. Danach trennten sich unsere Wege und ich begab mich zu einem Stadtrundgang, welchen die beiden bereits gestern erledigt hatten.

Die Avenue de la Paix bildet die Hauptachse in der Stadt, an welcher auch mein erster Stopp die Basilique Sainte Anne lag. 1946 erbaut, macht die Basilika von außen auf jeden Fall was her und ist einer der wenigen Sightseeingpunkte in der Hauptstadt.




Weiter ging’s in Richtung Kongo Fluss zum Tour Nabemba, welcher mit seinen 106m das höchste Gebäude Zentralafrikas ist.

Benannt nach dem höchsten Berg des Kongo, dem Nabemba, wurde der Turm 1982 – 1986 errichtet um die vermeintliche Überlegenheit gegenüber Kinshasa der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo zu demonstrieren, welche genau auf der anderen Flussseite liegt.





Weiter ging’s zum Radisson Blue Hotel, wo man mal durch die Lobby in den schön angelegten Garten schlenderte. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf den Fluss und auf die Nachbarstadt Kinshasa.

Vom Radisson aus wurde eine nette Corniche gebaut, die ein Stück entlang des Flusses führt und von wo man die sehenswerte Brücke Pont du Djoué begutachten kann.









Von hier aus ließ ich mich dann für den Einheitspreis von 1.000 CFA ( 1€ = 650 CFA) per Taxi wieder ins Hotel fahren.

Alle wieder beisammen, wurde es dann für uns Zeit nach Kintele zum Nationalstadion aufzubrechen. 5.000 CFA wurden dafür aufgerufen und nach 30 Minuten Fahrtzeit waren wir dort.







Tickets verkauften mehrere Händler an den Eingängen und den umliegenden Straßen und wir gönnten uns mal wieder die VIP Tickets für 5.000 CFA.

Dann direkt rein in den tollen 60.000er Ground und ein paar Fotos geschossen.

Auf Tipp des Einlass Kontrolleurs begaben wir uns danach zum angrenzenden Hôtel de Le Concorde, wo wir nicht nur die Nationalmannschaft des Kongo spotteten, sondern auch in der klimatisierten Lobby eiskalte Castle Biere verköstigten.

Hier dann bis 15 Uhr verweilt, schlenderten wir die paar Meter rüber in den VIP Bereich und nahmen im Oberrang Platz.



                                                                    Kongo  -  Ghana

                                          World Cup Qualifier Russia 2018

                                                Stade Municipal de Kintele









Der Kongo hat keine Chancen mehr auf die WM in Russland und das macht sich dann natürlich auch an der Zuschauerzahl bemerkbar. Rund 35.000 Fans kamen dennoch und die Stimmung war trotz der vielen leeren Sitzschalen teilweise sehr laut.







Ghana machte aber am heutigen Tage kurzen Prozess und fertigte den Kongo mit 1-5 ab...








Ab dem 1-4 verließen dann etliche Fans das Stadion und somit blieb auch das ganz große Chaos nach dem Spiel aus.




Wir griffen sogar nach kurzer Wartezeit direkt am Haupteingang ein Taxi zurück in die City ab und nach kurzem Abfahrtsstau ging’s über die Schnellstrasse zurück nach Brazzaville.

Wir ließen uns zum Restaurant Mami Wata fahren, welches in einer Top Location direkt am Kongo Fluss mit Blick auf Kinshasa liegt. Hier wurden vorzügliche Pizzen verköstigt und das ein oder andere Länderpunktbier genossen.

Wieder zurück in unserem Hotel, wurde in der Lobby der nette Tag mit ein paar Doppel Munich Bieren erfolgreich beendet.


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Fortsetzung folgt...




hier geht die Reise zurück zum Teil III der Tour, nach Sambia